nicht glauben




Die Seite für Atheisten und Atheistinnen!


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Bitte melden Sie sich hier bei Interesse an Informationen über Atheismus und den Kampf gegen unwissenschaftliche Fehlinformationen. Vielen Dank!

'info@nichtglauben.ch'

Das Format der Seite ist noch nicht definitiv. Bis jetzt lade ich einfach Texte auf, die ich für lesenswert halte.

04.06.26
Die Pseudowissenschaftlichkeit der Religionen
Die Aussagen sind unfallsifizierbar und können deshalb nicht widerlegt werden - vage oder unverifizierbare Behauptungen werden aufgestellt
Die Aussagen beruhen weitgehend auf Anekdoten, persönlichen Erfahrungen und Zeugenaussagen
Gläubige wählen bestätigende Beweise aus, während sie nicht bestätigende Beweise ignorieren, ablehnen und verharmlosen
Sie schwurbeln statt argumentieren und verwenden gerne Wörter, die wissenschaftlich klingen, aber keinen Sinn ergeben
Fehlende Plausibilität erschwert die Möglichkeit, etwas auf der Grundlage der aktuellen Wissenschaft zu erklären
Sie benutzen eine unveränderliche Glaubensbasis ohne Selbstkorrektur und Fortschritt
Sie stellen ausserordentliche und übertriebene Ansprüche mit unzureichenden Grundlagen und Beweisen an die Faktentoleranz
"Gewissheit" und "Vertrauen" unterbinden Kritik und Beweispflicht
Die Argumentationen enthalten Fehler und logische Trugschlüsse
Die Vermeidung von Peer Reviews und das direkte Wenden an die Öffentlichkeit umgeht eine wissenschaftliche Überprüfung
Manchmal behaupten sie, es gäbe eine Verschwörung zur Unterdrückung ihrer Ideen

04.06.26
Religion - ein paar Links

Arno Schmidt: Atheist? Allerdings!
The Brights: illuminating and elevating the naturalistic worldview
Freidenkende Schweiz FVS
Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland
inforel: Informationen über Religionen
infoSekta - unabhängige Fach- und Beratungsstelle über Sekten usw.
Islam-Analysen von AlHayatTV
Pax Europa
Zentralrat der Ex-Muslime


08.06.26
Thema Namensänderung der "Freidenkenden NWS"

Ich habe den Freidenkenden NWS schon dargelegt, wie unsinnig die Bezeichnung 'Humanistische...' usw. ist. Hier aus meinem Schreiben an den Vorstand:

Der Begriff Humanismus ist unglücklich gewählt. Er ist eine Leerhülse, da es die verschiedensten 'Humanismen' gibt, z. T. mit zweifelhaftem Hintergrund. Ein Verband braucht einen klaren, sinntragenden Namen, der keine langfädigen scholastischen Erörterungen braucht, sondern das Ziel des Verbandes signifikant umschreibt. Ein realistisches Ziel dürfte der Einsatz für religionsfreies Leben sein, eventuell mit Hinweis auf Atheismus und Agnostizismus.

Allerdings geht die Frage der Namensgebung tiefer als eine reine Bezeichnung. Es geht um die Frage, was der Verband eigentlich bewirken will, für was man einsteht und welche Mittel dem Verband dafür zur Verfügung stehen.
Wir setzen uns für die Anliegen der Konfessionsfreien ein. Wir treten ein für die Trennung von Staat und Kirche und für eine weltlich-humanistische Ethik, in der die Menschenrechte eine zentrale Rolle einnehmen.
- Die Anliegen der Konfessionsfreien ist m. E. ein schönes, aber wenig realistisches, da eher unklares Unterfangen.
- Die Trennung von Staat und Kirche ist sehr wünschenswert, überfordert unsere Möglichkeiten aber deutlich. Sie kann nur im Verbund mit anderen, starken Kräften erreicht werden. Aber wer soll das sein?
- Mit der weltlich-humanistischen Ethik und den Menschenrechten driften wir, böse gesagt, in den Blabla-Bereich ab, da ausser endlosen Diskussionen bei unseren doch sehr beschränkten Kräften und Ressourcen sehr wenig herauskommen kann. Wir sind keine Universität und keine Partei.
Den Namen Freidenkende würde ich deshalb behalten; wer den Begriff mit Querdenkende verwechselt, ist vielleicht mit einem anspruchsvollen Verein und dessen schwierigen Aufgaben eh überfordert.

Aus einem anderen Schreiben:

Problematisch finde ich die 'Humanists UK', die sich in einem gefährlichen Toleranzbereich gerade gegenüber absolut intoleranten Religionen bewegen. Die ziemlich naive Vorstellung "The only durable basis for a fair society is one where every citizen has equal status, regardless of whether they are Christian, Muslim, Hindu, Jewish, Sikh, or non-religious" und "A secular state does not diminish religion" widerspricht m.E. dem Sinn und Ziel einer freidenkenden Bewegung diametral. Die Religionen sind durchs Band weg unwissenschaftlich und unethisch, auch wenn sich zumindest im Christentum nach dem Alten Testament Einiges -- wenigstens im ethischen Bereich -- gebessert hat; nichtsdestotrotz hängt auch diese Religion trotz der Aufklärung und der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in ihren Grundfesten in der irrigen und unverständlichen Annahme eines "Gottes" mit unendlichen Kompetenzen und wenig Ethik fest.
Die 150'000 Unterstützer von Humanists UK sind im Verhältnis zu den 68'123'000 Einwohner des Vereinigten Königreichs (2923) auch nicht unbedingt ein werbewirksames Argument.

Gut finde ich, wenn sich die Freidenkenden auf die Gen Y und Gen Z konzentrieren wollen, obwohl die Altersstruktur des Vereins zeigt, dass vorwiegend Leute im Pensionsalter mitmachen. Als kinderloser alter Kerl kann ich mich zu den Möglichkeiten des Zugangs zu diesen Generationen nicht kompetent äussern, aber ich vermute, dass es über die Social Media-Kanäle und einer eigenen Homepage (wie Ihr das geplant habt), am ehesten gelingt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die "vie convivial". Die ist zwar durchaus wünschenswert, aber in einer Organisation, die sich dem Kampf gegen den (Aber)Glauben verschrieben hat, doch eher ein Nebengeleise. Ich vermisse Diskussions- und Informationsveranstaltungen, wo über atheistische Literatur, Probleme, Zeitereignisse diskutiert werden kann. Demokratie ist, wenn man miteinander spricht (das schöne Zitat wird Joachim Gauck zugeschrieben).

15.06.26
P.C. spricht mir aus dem Herzen:
Der Antrag zur Namensänderung legt zwar den Finger in eine offene Wunde: Die Freidenker-Vereinigung Schweiz kämpft mit überalterung, mangelnder Bekanntheit bei Jüngeren und einer unglücklichen begrifflichen Nähe zu aktuellen Protestbewegungen wie den 'Querdenkern' oder 'Freiheitstrychlern'. Doch so verständlich der Wunsch nach einem 'Neubeginn in die Moderne' zum 120-Jahr-Jubiläum 2028 auch ist - der Wechsel zum Namen 'Humanisten Schweiz' wäre kein Befreiungsschlag, sondern eine riskante Flucht in die Beliebigkeit.

Die Kapitulation vor dem Zeitgeist
Der Antrag stützt sich auf die Erkenntnis, dass der Begriff 'Freidenken' oft negativ assoziiert oder gar nicht erst verstanden wird. Doch wenn wir unsere Identität aufgeben, nur weil sie von Gruppierungen wie den COVID-Leugnern kurzzeitig gekapert wurde, leisten wir einen symbolischen Offenbarungseid. Wer seinen Namen ändert, sobald er missverstanden wird, verliert seine Geschichte. 'Freidenken' ist eine Methode des kritischen Hinterfragens, die gerade heute - im Zeitalter von Desinformation - wertvoller ist denn je. Wir sollten den Begriff nicht entsorgen, sondern ihn durch seriöse Arbeit zurückerobern und neu besetzen.

Die Humanismus-Falle: Ein Label für alles und jeden
Der Name 'Humanismus' mag laut Umfrage positiv besetzt sein, doch dieser Vorteil ist trügerisch. Er ist heute zu einem 'Container-Begriff' geworden, den fast jede gesellschaftliche Kraft für sich reklamiert:
- Der christliche Humanismus: Kirchen nutzen das Etikett massiv, um ihre Werte als universell zu verkaufen. Ohne den Begriff 'Freidenker' verlieren wir die scharfe sprachliche Trennkante zum religiösen Lager.
- Wirtschafts- und Management-Humanismus: Konzerne werben mit 'humanistischer Führung', um ihre Profitmaximierung moralisch zu kaschieren.
- Das Bildungsmissverständnis: Im deutschen Sprachraum assoziieren viele mit 'humanistisch' primär das Gymnasium, also Latein, Altgriechisch und bildungsbürgerliche Eliten. Das bürstet das rebellische, religionskritische Erbe der FVS gegen den Strich.
Im Gegensatz dazu ist der Begriff 'Freidenker' nicht korrumpierbar. Niemand käme auf die Idee, ein 'freidenkerisches Management' oder eine 'freidenkerische Bibelstunde' auszurufen. Der Name bewahrt eine intellektuelle Distanz zum Mainstream, die wir durch eine Umbenennung in einen 'Wohlfühl-Namen' wie 'Humanisten' opfern würden.

Das Risiko der nationalen Zersplitterung
Der Antrag schlägt vor, dass die Sektionen in der Westschweiz und im Tessin ihre Namen ('Libre Pensée', 'Liberi Pensatori') behalten könnten, während sich der Dachverband umbenennt. Das ist ein gefährliches Signal für eine nationale Organisation. Es würde eine begriffliche Kluft zwischen den Sprachregionen schaffen und das einheitliche Auftreten schwächen. Ein 'Dachverband Schweizer Humanisten', unter dem sich 'Freidenker-Sektionen' versammeln, wirkt nach aussen inkonsistent und bürokratisch statt modern.



Update: 15.06.2026
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